Das Projekt Iran–Pakistan Pipeline wird seit Jahrzehnten diskutiert. Iran hat seinen Teil der Leitung bis zur pakistanischen Grenze vor vielen Jahren gebaut, Pakistan hat mit dem Bau seiner 781 km bis heute nicht begonnen.
Jetzt sucht Islamabad nach einem Ausweg.
Premierminister Shehbaz Sharif hat einen Sonderausschuss eingesetzt, der eine „für beide Seiten akzeptable Lösung“ für die Iran–Pakistan-Pipeline finden soll. Der Grund für die plötzliche Belebung ist durchaus materiell: Der Streit befindet sich bereits in einem internationalen Schiedsverfahren in Paris, und die potenziellen Forderungen Irans könnten sich auf Milliarden von Dollar belaufen.
Pakistan steht zwischen zwei unangenehmen Optionen.
Wenn es das Projekt aufgibt, muss es sich mit Iran und möglichen enormen Entschädigungen auseinandersetzen. Wenn es mit dem Bau beginnt, besteht das Risiko amerikanischer Sekundärsanktionen.
Dabei braucht das Land das Gas tatsächlich. Pakistan sieht sich regelmäßig mit einem Treibstoffmangel konfrontiert, und das Nachbarland Iran verfügt über einige der größten Erdgasreserven der Welt. Deshalb schreibt die pakistanische Dawn direkt, dass stabile Lieferungen aus Iran helfen könnten, das Problem des Gasmangels zu lösen.




