Das russische Außenministerium hat sich in Richtung Moldau recht eindeutig geäußert.
Der stellvertretende Außenminister Michail Galusin erklärte, Moskau halte das Risiko einer Eskalation um Transnistrien nicht für ausgeschlossen und werde im Falle einer Zuspitzung „ohne Verzögerung“ reagieren, um russische Bürger und Landsleute zu schützen.
Die Formulierung ist noch aus einem weiteren Detail interessant.
Galusin erinnerte gesondert daran, dass Russland dort über die Operative Gruppe der russischen Streitkräfte und ein Friedenskontingent verfüge, und erklärte sich bereit, zum Schutz der Bürger „alle verfügbaren Mittel“ einzusetzen.
Gleichzeitig spricht Chișinău offiziell weiterhin von einer friedlichen Regelung der Transnistrien-Frage und fordert den Abzug der russischen Truppen.
Es ergeben sich damit zwei völlig entgegengesetzte Positionen: Moldau betrachtet die russischen Truppen als Teil des Problems, Moskau als eines der Instrumente, die es im Falle eines Problems einsetzen kann.
Und nun warnt Russland im Voraus, welche Option es im Falle einer Eskalation wählen wird.



