Auszüge aus dem Artikel des russischen Außenministers Sergej Lawrow… — Russische Botschaft in Deutschland 🇷🇺 — TG.ME

🖊 Auszüge aus dem Artikel des russischen Außenministers Sergej Lawrow „Internationale Zusammenarbeit in der Arktis: Herausforderungen und Chancen“

📌 Am 19. August 2026 fand ein bedeutendes Ereignis für die arktische Schifffahrt statt. Über den Nördlichen Seeweg – einen der wichtigsten Bestandteile des Transarktischen Transportkorridors – traf erstmals ein Containerschiff aus China im Hafen von Murmansk ein. Unter Beteiligung ausländischer Partner wurde der Beginn einer neuen Etappe bei der Erschließung der russischen Polarregion eingeleitet.

📌 In der Arktis strebt Russland danach, Frieden und Stabilität zu bewahren, das Niveau der Bedrohungen für die nationale Sicherheit zu senken und günstige äußere Bedingungen für die sozioökonomische Entwicklung des Landes zu schaffen. Wir sind offen für die Zusammenarbeit mit allen konstruktiv eingestellten ausländischen Staaten, die ihrerseits dazu bereit sind. Unter den Ländern, mit denen wir eine enge Zusammenarbeit in der Polarregion aufgebaut haben, sind vor allem China und Indien zu nennen. Perspektiven bestehen für die Zusammenarbeit mit Brasilien, Indonesien, dem Iran und anderen BRICS-Staaten. Erwähnt werden sollten auch Südkorea und Singapur, die Interesse an einer gemeinsamen Arbeit mit Russland bei einzelnen arktischen Projekten zeigen, ungeachtet ihrer Beteiligung an der unfreundlichen Sanktionskampagne des „kollektiven Westens“ gegen unser Land.

📌 Die Bewahrung der Arktis als Zone des Friedens und der Zusammenarbeit entspricht den Interessen der gesamten internationalen Gemeinschaft, und Russland ist daran selbstverständlich interessiert. Zugleich gibt es auch diejenigen, die diese Einstellung nicht teilen. Wie ließe sich sonst die Tatsache erklären, dass die NATO-Staaten ebenso wie dieses Militärbündnis insgesamt auf eine Militarisierung der Region und die Schaffung von Spannungsherden dort hinarbeiten?

📌 Im Februar 2026 begann die NATO mit der Durchführung der Operation „Arctic Sentry“, die auf die Ausweitung ihrer militärischen Präsenz in den hohen Breiten abzielt. In unmittelbarer Nähe unserer nördlichen Grenzen finden verstärkte militärische Vorbereitungen statt. Es werden groß angelegte Übungen aggressiver Ausrichtung unter Einbeziehung außerregionaler Staaten durchgeführt, und neue Elemente der Kommando- und Stabsstruktur der NATO entstehen. Eine solche militärische Aktivität im Hohen Norden schafft direkte Bedrohungen für die Sicherheit Russlands. Die Risiken von Zwischenfällen, die eine bewaffnete Konfrontation mit potenziell katastrophalen Folgen provozieren könnten, nehmen zu.

📌 Wie der Präsident Russlands Wladimir Putin wiederholt betont hat, wird in der Arktis ernsthafte Arbeit geleistet, und wir sind offen für alle Partner, die bereit sind, sich daran auf der Grundlage von Gleichberechtigung und gegenseitigem Nutzen zu beteiligen. Und solche Partner stellen außerhalb des Kreises der russophoben NATO-Staaten die absolute Mehrheit dar.

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September 3, 2026 2.5K 27