Deutschland im Bürokratie-Wahnsinn: 10 Gramm Brot lösen 15.000 Euro Kosten aus
Seit 66 Jahren verkauft Bäckermeister Matthias Breitner in Pfaffenhofen halbe Brote nach einem einfachen Prinzip: Ein ganzer Laib wird in der Mitte geteilt, der Kunde zahlt die Hälfte. Dann beschwerte sich ein Kunde, seine Brothälfte sei angeblich zehn Gramm zu leicht, und schaltete das Eichamt ein.
Die Folge: Der Bäcker darf ein Brot, das erst auf Kundenwunsch halbiert wird, nicht mehr einfach zum halben Preis verkaufen. Er muss die Hälfte mit einer geeichten Waage abwiegen und den Preis grammgenau berechnen. Für neue Waagen, Software und Arbeitsaufwand musste Breitner nach eigenen Angaben rund 15.000 Euro investieren.
Und wofür dieser ganze Irrsinn? Am Ende geht es beim Preis um Unterschiede von gerade einmal wenigen Cent. Andere Bäcker sollen inzwischen aus Angst vor ähnlichem Behördenärger gar keine halben Brote mehr verkaufen.
Man muss sich ernsthaft fragen, wo in diesem wahnsinnig gewordenen Land eigentlich noch die Prioritäten liegen. Während Kommunen, Schulen, Infrastruktur, Justiz und Verwaltung vielerorts überfordert sind, beschäftigt sich der deutsche Behördenapparat offenbar mit zehn Gramm Brot – und zwingt einen Handwerksbetrieb dafür zu Investitionen in fünfstelliger Höhe.
Ein Land, das seine Unternehmer wegen solcher Bagatellen mit Vorschriften, Kontrollen und Kosten überzieht, braucht sich über Frust, Betriebsaufgaben und schwindendes Vertrauen in den Staat nicht zu wundern.
Zum Artikel
➡️ Jetzt folgen: 🌐 Nachhall von Helgoland
Forwarded fromNachhall von Helgoland

August 29, 2026 26