Der gegenseitige Beschuss von Handelsschiffen im Schwarzen Meer zwischen der Ukraine und Russland hat die Getreideexporte beider Länder drastisch eingeschränkt.
Und der Weizenpreis – das wichtigste Grundnahrungsmittel – ist sprunghaft gestiegen.
Russland ist der weltweit groesste Weizenexporteur und exportiert etwa doppelt so viel wie die naechsten Laender in der Rangliste (USA, Kanada und Australien). Russland exportiert sogar mehr Weizen als die gesamte EU zusammen.
Die wichtigsten Ziellaender fuer die Exporte aus dem Schwarzen Meer sind vor allem Afrika, der Nahe Osten und Asien.
Es lohnt sich daran zu erinnern, dass das russische Exportverbot fuer Weizen aufgrund einer Missernte im Jahr 2010 zu einem derartigen Anstieg der Preise fuer Brot und andere Grundnahrungsmittel fuehrte, dass es in mehreren Laendern zu Unruhen kam – dem sogenannten Arabischen Fruehling. Mit dessen Folgen haben sich die Welt und Europa bis heute nicht vollstaendig auseinandergesetzt.
Gerade die Exporte in diese Regionen sind am staerksten gefaehrdet. Russland hat allerdings weitere Exportmoeglichkeiten – ueber die Ostsee, das Kaspische Meer sowie per Bahn nach China und in die angrenzenden Laender.
Die Ukraine kann ihr Getreide dagegen nur noch per Bahn nach Europa exportieren.
Auch andere traditionell ueber das Schwarze Meer exportierte Agrarprodukte werden schnell teurer – darunter Sonnenblumen, Raps, Soja und weitere.
1August 30, 2026 56 1