Benjamin Mudlack hat im Kontrafunk-Gespräch unmissverständlich benannt, was hier abläuft: Eine Diffamierungskampagne, die aus der wissenschaftlichen Expertise des Instituts für die AfD-Fraktion in Bayern eine „Nähe“ konstruiert und daraus den Vorwurf der Demokratiefeindlichkeit bastelt.
Ludwig von Mises floh 1934 aus Wien und 1940 in die USA – nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft, sondern weil er den Kollektivismus in jeder Farbe (rot, braun, grün) gnadenlos sezierte. Seine Lehre der Praxeologie, der menschlichen Handlung, der Unmöglichkeit der Wirtschaftsrechnung im Sozialismus und der Ablehnung jeder Form von Herrschaft ist der direkte Gegenentwurf zu dem, was heute als „demokratischer Konsens“ verkauft wird. Das Ludwig-von-Mises-Institut verbreitet genau das: radikale libertäre Ideen. Die konsequente Forderung, dass menschliche Kooperation auf Freiwilligkeit, Eigentum und dem Nicht-Aggressionsprinzip beruhen muss.
Der Staat lebt vom Initiationszwang – Steuern, Verbote, Regulierung, Monopol auf Gewalt und Geld. Wer das offen benennt und Alternativen aufzeigt (dezentrale Ordnung, marktwirtschaftlicher Wettbewerb um Regeln, freies Geld), bedroht das Geschäftsmodell derer, die vom Zwang leben. Deshalb wird das Mises-Institut attackiert. Man will die Ideen diskreditieren, indem man die Träger stigmatisiert.
Wer „Demokratiefeindlichkeit“ schreit, meint in Wahrheit: „Diese Ideen dürfen nicht gehört werden, weil sie die Notwendigkeit unserer Herrschaft relativieren.“ Das ist der Kern, nicht das Hotel, nicht die Konferenz. Es geht um die Souveränität des Einzelnen gegen die Anmaßung derer, die vorgeben, für alle zu entscheiden.
Freiheit ist kein Angebot des Leviathans. Sie ist die Voraussetzung, unter der Menschen friedlich und produktiv zusammenleben können – oder eben nicht. Die Kampagne gegen das Ludwig-von-Mises-Institut zeigt, wie dünn die Haut der Zwangsapparatur ist, sobald jemand konsequent darauf hinweist.
Ab Minute 30: https://www.youtube.com/watch?v=ExglN31H8Z0&t=1861s