Den immensen Antragsstau begründete Lensing mit geringen Kapazitäten der Bundesgeschäftsstelle (BGS). Diese sei nicht in der Lage, mehr als 50 Anträge pro Woche aus NRW abzuarbeiten. Überrascht über eine solche Aussage und misstrauisch aufgrund der Lügen-Vergangenheit des Vincentz-Lagers [ZL berichtete], hakte Tritschler in der BGS nach.
Dort teilte man Tritschler bezüglich der Aussage von Lensing mit:
"...wir bearbeiten in der BGS u.a. wöchentlich ca. 400 Aufnahmeanträge, aus NRW waren es im Schnitt 50. Wie schon telefonisch besprochen, bieten wir NRW an aufgrund der Stau-Lage auf 100 zu verdoppeln. Wenn es mal deutlich mehr werden sollen, bitte wir, vorab anzufragen."
Natürlich kann die BGS wöchentlich nur 50 Anträge aus NRW bearbeiten, wenn aus NRW nur 50 Anträge pro Woche eintreffen. Die Antwort zeigt jedoch, dass die Kapazitäten für eine deutlich größere Abarbeitung vorhanden sind. Vielmehr scheint man über die Stau-Lage aus NRW bisher gar nicht informiert worden zu sein.
Sascha Lensing scheint jedoch kein Interesse daran zu haben, diesen Stau abzuarbeiten, sondern vielmehr eine schleppende und möglicherweise selektive Aufnahmepraxis einzuführen. Der billige Versuch, diesen Umstand auf die BGS zu schieben, ist nun durch die Nachfrage von Sven Tritschler aufgeflogen und rückt erneut die bisher unbeantwortete Frage in den Fokus:
Warum werden Mitgliedsanträge scheinbar selektiv und nicht nach Eingangsdatum abgearbeitet und wer profitiert davon? Lensing schweigt und verweist auf die anstehenden Ermittlungen. Es wird Zeit, dass diese Ergebnisse zu Tage fördern. Die Falschbehauptung in Bezug auf die BGS gibt allen Anlass dazu, tiefer nachzuforschen!
Apropos Nachforschen: Ihr habt Informationen zu den Verstrickungen von Vincentz und Co? Dann schickt sie uns anonym und sicher unter [email protected].



