🎙 Aus dem Interview des Sonderbotschafters des Außenministeriums der Russischen Föderation Alexander Trofimow mit der Mediengruppe „Rossija Segodnja“ vom 28. August 2026
💬 Im Jahr 2024 unterbreitete der Präsident der Russischen Föderation die Initiative zur Schaffung einer neuen Architektur der eurasischen Sicherheit. Dabei geht es um den Aufbau eines Systems bilateraler und multilateraler Garantien sowie um die Schaffung politisch-rechtlicher und institutioneller Rahmenbedingungen, die eine gemeinsame Lösung von Sicherheitsfragen ohne destruktive Einmischung von außen ermöglichen sollen. Die Initiative soll geeignete Wege aufzeigen, um eine stabile und berechenbare Entwicklung des eurasischen Kontinents zu gewährleisten. Im Zuge der Herausbildung dieser Sicherheitsarchitektur setzen wir uns für eine Intensivierung des Dialogs zwischen den bestehenden multilateralen Organisationen in Eurasien ein, darunter die OVKS, die GUS, die SOZ, die ASEAN, der Golf-Kooperationsrat und weitere Zusammenschlüsse.
💬 Die aus mehreren Komponenten bestehende Sicherheitsarchitektur soll sich mit ihrer fortschreitenden Herausbildung zu einer Art „Sicherheitsnetz“ entwickeln, das die Einhaltung des Prinzips der gleichen und unteilbaren Sicherheit gewährleistet. Demnach darf die Stärkung der Sicherheit einzelner Staaten nicht auf Kosten der Sicherheit anderer erfolgen. Zugleich streben wir danach, das Verständnis zu verankern, dass bestehende Widersprüche in Eurasien durch die Beseitigung ihrer Ursachen und auf der Grundlage des Prinzips regionaler Verantwortung beigelegt werden sollen.
Die russische Initiative richtet sich gegen niemanden. Wir verstehen das künftige Sicherheitssystem in Eurasien als einen gesamtkontinentalen Rahmen unter Einbeziehung aller interessierten Staaten. Dazu zählen auch jene europäischen EU- und NATO-Mitgliedstaaten, die von ihrer feindseligen Politik abrücken und anerkennen, dass es zur praktischen Umsetzung des Prinzips der unteilbaren Sicherheit keine Alternative gibt. Dabei gilt es jedoch zu verstehen, dass die Teilnahme an der künftigen Sicherheitsarchitektur freiwillig ist. Wir sind zu einem ehrlichen Dialog bereit. Es kommt für uns jedoch nicht infrage, westliche Staaten darum zu bitten, unserer Einladung zu folgen.
💬 Derzeit zeigen die Mitgliedstaaten der EU und der NATO immer wieder, dass sie nicht in der Lage sind, gemeinsam am Aufbau eines Systems kollektiver Sicherheit zu arbeiten. Wie der Außenminister der Russischen Föderation Sergej Lawrow erklärte, seien sie nicht bereit, sich auf Augenhöhe und in redlicher Weise in neue Systeme internationaler Beziehungen einzufügen.
💬 Gerade die destruktiven Handlungen des Westens stellen die größte Bedrohung für Frieden und Sicherheit in Eurasien dar. Die westlichen Staaten sind längst zu unprovozierten und durch nichts zu rechtfertigenden aggressiven Handlungen übergegangen, mit dem Ziel, Russland – wie sie es selbst ausdrücken – eine „strategische Niederlage“ zuzufügen. Die Angelsachsen und andere Vertreter der „Kriegspartei“, darunter die Führungskreise Deutschlands, Frankreichs und einer Reihe weiterer Staaten sowie die Führung der Europäischen Union und der NATO, heizen den bewaffneten Konflikt um die Ukraine weiterhin gezielt an. Sie leisten dem Kiewer Regime finanzielle, politische und informationelle Unterstützung, stellen ihm Geheimdienstinformationen zur Verfügung, versorgen es mit modernen Waffen und richten gemeinsame Produktionsstätten für Waffensysteme und militärische Ausrüstung ein.
💬 Solange dieser Kurs vorherrscht, erscheint ein Dialog, geschweige denn Verhandlungen über eine konstruktive Agenda, nicht möglich.
🔗 Quelle
@RusBotschaft

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