Am 30. August 2026 fand im Rahmen der UZ-Friedenstage ein… — Russische Botschaft in Deutschland 🇷🇺 — TG.ME

🎙 Am 30. August 2026 fand im Rahmen der UZ-Friedenstage ein Podiumsgespräch unter dem Titel „Gegen Geschichtsverfälschung und Russophobie“ statt. Sergej Netschajew, Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, sprach dabei mit UZ-Autor Dr. Arnold Schölzel.

📋 Die wichtigsten Thesen des Botschafters:

📌 Zum Stand der deutsch-russischen Beziehungen

Über Jahrzehnte haben Russland und Deutschland gemeinsam den Weg der historischen Aussöhnung beschritten und eine einzigartige Zusammenarbeit aufgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg mit 27 Millionen sowjetischen Toten reichte unser Land Deutschland die Hand zur Versöhnung. Die Sowjetunion spielte zudem eine entscheidende Rolle bei der deutschen Wiedervereinigung.

Nach der Wende entstand ein dichtes Netz wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und kultureller Beziehungen. Mehr als 6.300 deutsche Unternehmen waren in Russland tätig, rund 400 Partnerschaften verbanden russische und deutsche Universitäten. Umso unverständlicher ist für uns die heutige „Zeitenwende“. Wir fragen uns wirklich: Wozu das alles? Wir haben Deutschland überhaupt nichts angetan. Wir haben keine einzige Vereinbarung gekündigt, keine einzige Brücke abgebrochen. Und dennoch wird versucht, unsere jahrzehntelange, für beide Seiten so vorteilhafte Partnerschaft mutwillig zu zerstören.

📌 Zur Konfrontation mit der NATO

Russland will keinen Krieg mit Deutschland oder der NATO. Behauptungen, Russland wolle NATO-Staaten angreifen, sind absurd. Die künstlich geschürte militaristische Hysterie ist gefährlich und entspricht nicht den Interessen unserer Länder und Völker. Unser Ziel ist eine eurasische Sicherheitsarchitektur auf Grundlage der gleichen und unteilbaren Sicherheit für alle.

📌 Zum Fall Martens

Die Äußerungen des FAZ-Korrespondenten Michael Martens, der de facto die Unterstützung dabei anbot, Russen zu töten, sind menschenverachtend und abstoßend. Unsere Strafverfolgungsbehörden haben darauf reagiert. Wir haben uns diesbezüglich auch an die deutschen Strafverfolgungsbehörden gewandt. Es ist bezeichnend, dass sie weder von den deutschen Behörden noch von den Berufsverbänden der Journalisten in der gebotenen Klarheit verurteilt wurde. Dabei hat derselbe Außenminister, der hier schweigt, die Äußerungen eines israelischen Ministers über die Tötung von Palästinensern völlig zu Recht scharf verurteilt. Das wirft doch eine berechtigte Frage auf: Heißt das im Umkehrschluss, dass man Russen töten darf? Wir können und wollen das nicht nachvollziehen.

📌 Zum Nord-Stream-Anschlag

Zuverlässige und preisgünstige russische Energielieferungen haben jahrzehntelang zum Wohlstand und zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands beigetragen. Ein Strang der Pipeline ist bis heute unversehrt, doch Berlin lehnt seine Wiederinbetriebnahme bislang ab. Wir wollen die Wahrheit über den Anschlag herausfinden. Die wahren Täter und Auftraggeber des Anschlags auf Nord Stream müssen endlich benannt werden. Davon werden auch unsere Reaktion im Rahmen des Völkerrechts und die Frage einer Entschädigung für den entstandenen Schaden abhängen.

📌 Zum Russischen Haus in Berlin

Das Russische Haus in der Berliner Friedrichstraße ist seit rund 40 Jahren ein Ort des kulturellen Austauschs mit einem vielfältigen Angebot an Filmvorführungen, Konzerten, Ausstellungen und Kursen. Es arbeitet transparent, im Einklang mit dem deutschen Recht und mischt sich nicht in die inneren Angelegenheiten Deutschlands ein. All jenen, die dem Russischen Haus mit Misstrauen begegnen oder gar seine Schließung fordern, empfehlen wir: Kommen Sie vorbei, sprechen Sie mit den Mitarbeitern und machen Sie sich auf der Grundlage von Fakten statt haltloser Unterstellungen selbst ein Bild. Wir laden alle herzlich dazu ein.

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August 31, 2026 2.4K 50