🗞 Aus dem Interview des russischen Botschafters in Deutschland Sergej Netschajew mit der Zeitung «Unsere Zeit»
❓UZ: Politiker aus dem Berliner Abgeordnetenhaus wollen sogar eine Schließung des Russischen Hauses in der Friedrichstraße erreichen und haben das zum Thema im Berliner Wahlkampf gemacht. Wie betrachten Sie diese Kampagne gegen das Russische Haus und die darum entfachte Hysterie?
💬 Sergej Netschajew: Im Vorfeld der für September angesetzten Wahlen in drei ostdeutschen Bundesländern wurde eine beispiellose antirussische Kampagne entfaltet, die auch die Aktivitäten des Russischen Hauses betrifft. Es werden Forderungen laut, den Druck auf dessen Mitarbeiter zu verstärken, den Betrieb des Hauses zu verbieten, das russische Eigentum zu enteignen und die bilateralen Regierungsabkommen, die seinen Status regeln, zu kündigen. Ich möchte betonen, dass das Russische Haus völlig transparent agiert, nicht gegen deutsches Recht verstößt und sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Bundesrepublik einmischt. Es wirkt konstruktiv an der Klärung sämtlicher Fragen mit, die von zuständigen deutschen Behörden aufgeworfen werden. Ich bin überzeugt, dass die Arbeit von Kultur- und Informationszentren für die Menschen wichtig ist und nicht zum Gegenstand tagespolitisch motivierter Manöver werden darf.
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1August 28, 2026 4.2K 51