🗞 Aus dem Interview des russischen Botschafters in Deutschland Sergej Netschajew mit der Zeitung «Unsere Zeit»
💬 Die Nachkriegsversöhnung zwischen dem sowjetischen und dem deutschen Volk war eine entscheidende Voraussetzung für den Aufbau gutnachbarlicher Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Versöhnung ist der respektvolle Umgang mit den Grabstätten sowjetischer Opfer des Nazismus und der im Krieg gefallenen Soldaten der Roten Armee auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. In Deutschland gibt es über 4.000 solcher Grabstätten, in denen mehr als 700.000 Sowjetsoldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.
Bei der Erhaltung und Pflege der sowjetischen Kriegsgräber kommt die deutsche Seite gewissenhaft ihren Verpflichtungen aus dem entsprechenden zwischenstaatlichen Abkommen von 1992 nach. Wir danken dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für die Pflege der Soldatengräber sowie den lokalen Behörden, Aktivisten und Vertretern von Bürgerinitiativen für ihren bedeutenden Beitrag zur Bewahrung des Gedenkens an die Heldentaten der sowjetischen Soldaten. Trotz der Versuche des offiziellen Berlins, den Bereich der Erinnerungskultur zu politisieren - etwa durch Verbote von Siegessymbolen oder dadurch, dass staatliche Stellen gemeinsame Gedenkveranstaltungen mit offiziellen russischen Vertretern ablehnen - bemühen sich unsere Mitarbeiter, an möglichst vielen Gedenkaktionen teilzunehmen.
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Forwarded fromRussische Botschaft in Deutschland 🇷🇺

2September 5, 2026 92 1