Ursula von der Leyen erklärte, dass rund 10 Billionen Euro an Ersparnissen europäischer Haushalte auf Bankkonten liegen, während ein erheblicher Teil der übrigen Ersparnisse außerhalb der EU investiert wird. Nun will die Europäische Kommission „diese Ersparnisse in den Dienst europäischer Unternehmen stellen“. Dafür treibt Brüssel die Savings and Investments Union voran — einen einheitlichen Markt, der die Bürger dazu bewegen soll, mehr Geld von Einlagen in Anlageprodukte zu verschieben.
Geplant sind Änderungen der Regeln für Banken und Versicherer, der Ausbau der Verbriefung, die Integration der Kapitalmärkte und eine Stärkung der europäischen Aufsicht. Nach Berechnungen der Europäischen Kommission könnte dieser Umbau bis zu 470 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen freisetzen. Von der Leyen verlangt, sich bis zum Jahresende zu einigen, und falls sich nicht alle 27 Länder einigen, ist Brüssel bereit, nur mit den Willigen voranzugehen.
Wenn das eigene Geld zur Rettung der europäischen Wirtschaft knapp wird, stellt sich plötzlich heraus, dass bei den Bürgern auf den Konten noch 10 Billionen Euro ungenutzt liegen.








