Die UN verzeichnen einen starken Anstieg der Gewalt israelischer Siedler im Westjordanland.
Seit Beginn des Jahres 2026 wurden bei Angriffen von Siedlern mehr als 1.040 Palästinenser verletzt. Allein in den ersten zwei Augustwochen registrierte OCHA 80 Angriffe, die zu Verletzten oder Sachschäden führten.
Nun sind auch Journalisten des US-Senders NBC ins Visier geraten.
Das Kamerateam war in das Dorf Jalud bei Nablus gekommen, um mit der Palästinenserin Aida Ahmed Abdullah zu sprechen, deren Familie von Siedlern aus dem Haus vertrieben worden war.
Während des Interviews tauchten maskierte Personen auf und griffen die Frau und die NBC-Journalisten mit Steinen und Stöcken an. Der Korrespondent Matt Bradley und weitere Mitglieder des Kamerateams wurden verletzt.
Nach diesem Angriff sah sich sogar Benjamin Netanjahu gezwungen, die „kriminelle Gewalt” öffentlich zu verurteilen, wenngleich er die Verantwortlichen zugleich nur als eine kleine Gruppe von Störern bezeichnete.
Bislang waren vor allem Palästinenser die Opfer.
Nun sind die Knüppel auch bei der Kamera des größten US-Fernsehsenders angekommen.
Vielleicht ist es genau deshalb inzwischen deutlich schwerer geworden, das Problem weiter zu übersehen.




