Informationsüberflutung gibt es nicht Es ist nicht so, dass… — 🇩🇪Michael Strachowitz — TG.ME

Informationsüberflutung gibt es nicht

Es ist nicht so, dass Informationen über uns hereinbrechen wie ein Unwetter, auf das wir keinen Einfluss haben.
Wir selbst sind es, die sich aktiv vor das TV-Gerät oder den Laptop setzen und die Informationen ansteuern. Wir wählen das Programm, surfen zu bestimmten Internetseiten oder öffnen auf unseren Smartphones die Social Media Apps. Es sind wir, die sich freiwillig in Chatrooms verlieren und uns endlos durch time-lines scrollen. Wir selbst schlagen eine Zeitung, ein Magazin oder ein Buch auf und holen uns aktiv die Information.

Niemand stürmt unser Haus und brüllt mit dem Megafon Informationen in unser Wohnzimmer. Wir leben auch nicht in totalitären Staaten, in denen uns auf öffentlichen Plätzen per Lautsprecherbeschallung Propaganda ins Ohr gebrüllt wird.  Wir können immer noch selbst entscheiden, wem wir wie oft zuhören. Die Informationsflut findet nur dann statt, wenn wir selbst die Schleusen öffnen.

Richtig ist, dass es ein gewaltiges Angebot an Informationen gibt. Aber es sind immer noch wir, die wählen können, was wir konsumieren. Wir sind keine Opfer einer "Informationsflut".  Vielleicht sind wir Opfer des FOMO-Syndroms (fear of missing out), der Angst etwas zu versäumen. Aber niemand zwingt uns, dieser Neugier, diesem Drang unseres Egos nachzugeben. Wir sind der Boss und entscheiden, mit welchen und wie vielen Gedanken wir unser Gemüt füttern. Wir stopfen auch nicht sinnlos alles in den Mund, was irgendwie essbar ist, nur weil es uns in der Supermarkt-Werbung lauthals angepriesen wird.

Wählen wir ab heute sorgfältig aus, welche und wie viele Nachrichten, Chat-Beiträge und Posts uns guttun. Beachten wir nur noch die Informationen, die uns förderlich sind. Verfolgen wir nicht mehr jeden Gedanken, sondern nur noch die besten, edelsten und liebevollsten – der Rest kann gelöscht werden.
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August 18, 2026 286