Südostasien, nüchtern betrachtet.
Ich habe selbst Jahre in der Region gebaut - und bekomme laufend Anfragen zu Bali, Manila, Da Nang und Co. Darum ein ehrlicher Lagebericht.
Indonesien steckt in der schwersten Krise seit Jahrzehnten: Die Rupiah ist auf rund 18.000 je Dollar gefallen - tiefer als in der Asienkrise 1997. Explodierende Energiekosten, Leitzins rauf, seit einem Jahr Protestwellen im ganzen Land, zuletzt gegen massive Grundsteuer-Erhöhungen. Wer dort eine Immobilie in Fremdwährung hält, hat gerade erlebt, was Währungsrisiko konkret heißt.
Philippinen: solides Wachstum auf dem Papier - aber der Milliarden-Skandal um Hochwasserschutz-Projekte zeigt, wie tief Korruption im Bausektor sitzt. Projekte, die bezahlt, aber nie gebaut wurden. Genau in diesem Umfeld entstehen auch die Eigentumswohnungen, die Ausländern verkauft werden.
Was das für Käufer heißt: Die Traumkulisse ist echt, die Renditeversprechen meist auch auf dem Papier. Aber Eigentum ist dort nur so viel wert wie der Titel dahinter, der Bauträger und die Währung, in der du wieder verkaufst. In Südostasien prüft man dreimal - Eigentumsform (Ausländer dürfen vieles gar nicht direkt besitzen), Bauqualität abseits der Musterwohnung, und den Weg des Geldes wieder hinaus.
Paradies kaufen kann jeder. Geprüft kaufen ist der Unterschied.
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