Was wäre, wenn der deutsche Garten früher nicht zur Erholung da war, sondern zur Ernährung?
Noch vor wenigen Generationen war der typische Haus- und Bauerngarten ein komplexes, nahezu geschlossenes System: Obstbäume, Beerensträucher, Gemüse, Kräuter, Kompost und Nutzpflanzen bildeten eine funktionierende Einheit. Heute dominiert vielerorts ein anderes Ideal: perfekt gemähter Rasen, keine Wildkräuter, möglichst wenig Unordnung – und kaum etwas, das tatsächlich Nahrung produziert.
Wir betrachten den Einfluss der Nachkriegszeit, der Baumarkt- und Chemieindustrie, Herbizide, Kunstdünger und Bewässerung – und zeigen, welche Folgen diese Entwicklung für Boden, Wasser, Insekten und Artenvielfalt haben kann.
Dabei geht es auch um Glyphosat, die umstrittene Bewertung von Pflanzenschutzmitteln, die Bedeutung gesunder Böden und den dramatischen Rückgang der Insektenbiomasse.
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September 5, 2026 287 14