Bundesregierung bricht Sparkurs-Versprechen: 12.347 neue Stellen im Staatsapparat
Im Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und SPD versprochen, den Personalbestand in der Bundesverwaltung bis 2029 um mindestens acht Prozent zu senken. „Wir müssen und wollen mit weniger Personal gute Arbeit machen“, heißt es dort. Die Realität sieht anders aus.
Laut einer Auswertung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft sind für 2027 insgesamt 310.487 Stellen beim Bund geplant – 12.347 oder 4,1 Prozent mehr als 2024. Gegenüber 2017 beträgt das Plus sogar über 53.000 Stellen. Die Personalausgaben steigen parallel von knapp 45 auf 51,6 Milliarden Euro.
Der Großteil des Zuwachses entfällt auf Sicherheits- und Verteidigungsbereiche, die vom Sparziel ausgenommen sind. Ausgerechnet der Bundesrechnungshof, der über die Verwendung der Steuergelder wacht, soll hingegen um 16 Prozent schrumpfen.
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September 2, 2026 8K 90