❗️Aufgrund der inkorrekten Wiedergabe der Antwort der Pressestelle der Botschaft durch einige russische Medien veröffentlichen wir eine Übersetzung des Originaltextes:
✍️ Antwort der Pressestelle der Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland auf die Frage des Korrespondenten der Zeitung „Iswestija“
❓Frage: Medienberichten zufolge plant die Bundesregierung, fast 12 Milliarden Euro für den Aufbau eines neuen Arsenals von Langstreckenwaffen auszugeben, nachdem die USA darauf verzichtet haben, Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren. Berlin beabsichtigt demnach unter anderem, diese US-amerikanischen Raketen zu beschaffen und gemeinsam mit Großbritannien eigene Systeme zu entwickeln. Stellen diese Pläne eine Bedrohung für Russland und die europäische Sicherheit insgesamt dar?
💬 Antwort: Berlin legt in seinen grundlegenden militär- und sicherheitspolitischen Dokumenten konsequent den Kurs fest, künftig über eigene weitreichende Präzisionswaffen und unbemannte Systeme zu verfügen. Zur Abschreckung Russlands soll die Bundeswehr künftig in der Lage sein, Ziele tief im gegnerischen Hinterland auf Entfernungen von bis zu 2.000 Kilometern anzugreifen.
Entsprechende Vorhaben werden vor allem im Rahmen der militärtechnischen Zusammenarbeit mit europäischen Partnern vorangetrieben, insbesondere mit Frankreich und Großbritannien. Zugleich setzt Berlin auf eine enge technische Kooperation mit Kiew, unter anderem mit dem Ziel, ukrainisches Know-how für die europäische und deutsche Rüstungsindustrie nutzbar zu machen.
Die Bundesregierung rechtfertigt ihre Ambitionen im Bereich weitreichender Waffensysteme unter anderem damit, dass diese das Fehlen eigener Nuklearwaffen in der Bundeswehr teilweise ausgleichen sollen. Sollten diese Pläne tatsächlich umgesetzt werden, wären sie aus unserer Sicht als unmittelbare Bedrohung für Russland und den Unionsstaat zu werten.
Kritiker dieses Vorgehens Deutschlands weisen apropos zu Recht darauf hin, dass die Stationierungsorte solcher Waffensysteme im Ernstfall unausweichlich zu legitimen militärischen Zielen Russlands werden könnten.
@RusBotschaft

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1September 4, 2026 1.4K 26