Für die EU fährt das E-Auto emissionsfrei – TU München nennt das „substanzielle Fehlsteuerung“
Die EU wertet E-Autos als klimaneutral, weil sie im Betrieb keine Emissionen verursachen. Forscher der TU München kritisieren diesen Ansatz – und halten den Klimaeffekt von E-Autos für deutlich geringer.
Batteriebetriebene Autos sollen dazu beitragen, dass die EU ihre CO2-Emissionen reduziert. Doch wie groß dieser Beitrag tatsächlich ist, ist umstritten.
Die EU wertet im Rahmen ihrer Flottenregulierung für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge die CO2-Emissionen von Fahrzeugen anhand der Emissionen im Fahrbetrieb. Elektroautos gelten dabei als Fahrzeuge ohne direkte Auspuffemissionen
Forscher der Technischen Universität München (TUM) üben nun Kritik an dieser Regelung. Sie wollen am Dienstag eine Studie vorstellen, die nach Angaben von TUM-Präsident Thomas Hofmann eine „substanzielle Fehlsteuerung der europäischen Politik in ihrer Klimastrategie“ zeige. „Bild“ berichtete zuerst über die Studie.
Die als White Paper firmierende Studie mit dem Titel „Defossilisation statt Dekarbonisation“ ist eine systematische Auswertung, für die 19 Studien und 47 Szenarien analysiert wurden. Die TUM-Forscher argumentieren, dass für die Klimawirkung eines Autos der gesamte Lebenszyklus betrachtet werden müsse, einschließlich Rohstoffgewinnung, Produktion, Energieeinsatz im Betrieb und Recycling.
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