"ohne Wissen der Regierungschefin"... wer's glaubt :D📰 Von der Stasi zum BKA
20 Jahre nach der Wende wimmelt es in ostdeutschen Behörden noch immer von früheren Beamten des DDR-Geheimdienstes. Nach neuen Erkenntnissen wurden mindestens 17 000 Stasi-Mitarbeiter in den öffentlichen Dienst übernommen. Selbst das Bundeskriminalamt vertraut auf ehemalige Spitzel.
Das Ministerium für Staatssicherheit mag weltweit berüchtigt gewesen sein als sozialistischer Terror-Apparat – bei westdeutschen Sicherheitsbehörden aber genossen die Spione einen hervorragenden Ruf. Besonders die Ost-Berliner „Hauptabteilung Personenschutz“, zuständig für die Sicherheit der SED-Spitze, hat es dem ehemaligen Klassenfeind angetan. Nach dem Fall der Mauer 1989 wurden zahlreiche Bodyguards der „HA PS“ in den gesamtdeutschen Staatsdienst übernommen.
Während der letzte Chef der Stasi-Schützer, Generalleutnant Günter W., seinen Job verlor und sich zeitweise als Parkplatzwächter über Wasser hielt, wurden einige Ost-Kollegen mit offenen Armen von der westdeutschen Polizei empfangen. Selbst das Bundeskriminalamt übernahm 48 hauptamtliche Stasi-Beamte der Abteilung Personenschutz – 23 sind dort noch heute beschäftigt.
Früher dienten sie Erich Honecker, heute beschützen sie Angela Merkel: Einer der früheren Stasi-Beamten arbeitet im „Vorauskommando“ des BKA und überprüft vor Kanzler-Terminen die Sicherheit in Hotels oder Hallen. Auch für den Schutz von Merkels Wochenendhäuschen in der Uckermark sollen jahrelang zwei ehemalige Stasi-Offiziere verantwortlich gewesen sein – ohne Wissen der Regierungschefin.
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