Wenn der Interviewer zum Stichwortgeber wird
Früher galt das Interview als Königsdisziplin des Journalismus. Ein guter Interviewer bereitete sich vor, hakte nach, konfrontierte sein Gegenüber mit Widersprüchen und ließ es nicht bei wohltemperierten Stichworten bewenden. Der Lohn: Erkenntnis, Reibung, manchmal sogar ein denkwürdiger Satz.
Heute genügt offenbar schon die Mikrofonübergabe. Das Gespräch von Sandro Benini und Sofiya Miroshnyk mit Roger de Weck auf der Schweizer Plattform Tamedia ist ein Beispiel dafür.
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1September 6, 2026 735 2