💫 Wenn Konkurrenz einzieht, verlässt die Liebe das Haus🏠 💫
🔸Zu den erstaunlichsten Erscheinungen unserer Zeit – einer Zeit, in der die Klagen zunehmen und das Leid immer größere Ausmaße annimmt – gehört das Streben nach Ebenbürtigkeit innerhalb der Ehe.
Als wäre die Ehe ein Partnerschaftsvertrag zwischen zwei Geschäftspartnern und nicht ein gewaltiger Bund zwischen zwei Herzen. Als hätte eine Frau nur dann Wert, Würde und Eigenständigkeit, wenn sie ihrem Mann auf gleicher Stufe gegenübertritt und ihm in jeder Angelegenheit, um jeden Schritt und um jede Handbreit, die Stirn bietet.
🔸So sind manche Häuser heute zu zwei einander gegenüberstehenden Festungen geworden. Jeder verschanzt sich hinter seiner eigenen Meinung und setzt alles daran, sie um jeden Preis zu verteidigen.
Sagt man zum Mann: „Sei nachsichtig!“, so antwortet er: „Dann verliere ich meine Würde!“
Und sagt man zur Frau: „Füge dich in Güte!“, so erwidert sie: „Dann werde ich erniedrigt!“
So gilt Gehorsam als Demütigung, Milde als Schwäche und Sanftmut als Unterwürfigkeit. Was bleibt dann noch von der Sakīnah – jener Ruhe und Geborgenheit, die Allah der Ehe verheißen hat? Und welche Hoffnung bleibt noch auf Barmherzigkeit?
🔸Wenn die Frau das Gewand des Mannes anlegt, sich in seine Verantwortung drängt und jedes seiner Worte mit einem Gegenwort beantwortet, dann gewinnt sie nichts.
Vielmehr verliert sie zweifach:
1⃣ Sie verliert zunächst ihre Weiblichkeit.
2⃣ Und sie nimmt ihm zugleich seine Männlichkeit.
Denn wenn ein Mann erlebt, dass seine Frau ihn in jeder Angelegenheit herausfordert und mit ihm um die Führung ringt, dann sieht er in ihr keine Gefährtin mehr, bei der sein Herz zur Ruhe kommt, sondern ein Gegenüber, das ihn erschöpft.
🔸Dies ist weder ein Aufruf zur Ungerechtigkeit noch eine Verteidigung von Willkür. Gehorsam bedeutet nicht Unterdrückung, und Schamhaftigkeit ist keine Erniedrigung.
Doch wenn das Gleichgewicht verloren geht, gerät die Waage aus dem Lot, und ihr Maß verliert seine Gerechtigkeit.
🔸Allah hat die Qiwāmah (Verantwortung und Führung) dem Mann nur aus Weisheit und Barmherzigkeit übertragen. Übt er sie rechtschaffen aus und unterstützt sie ihn darin, so kehrt das Gute in ihr Haus ein und beide werden glücklich.
Doch wenn in jeder kleinen und großen Angelegenheit das Banner der Rivalität erhoben wird, dann wisse, oh Frau:
Die Liebe ist das Erste, was geopfert wird❗️
Und der Mann – selbst wenn er schweigt – vergisst die Wunden seiner Ehre nicht.
Und das Haus – selbst wenn es nach außen hin bewohnt und lebendig erscheint – wird im Inneren vom Holzwurm zerfressen, bis am Ende nichts von ihm übrig bleibt als seine Mauern.
🔸So wahre seine Männlichkeit, damit deine Weiblichkeit geehrt wird.
Hand in Hand, in Harmonie und gegenseitiger Schönheit.
🔸Und du, oh Mann:
Mache die Qiwāmah nicht zu einem Schwert und dein Wort nicht zu einem Donnerschlag.
Sei edelmütig, von weitem Herzen und großer Nachsicht. Dann wird sie bei dir Ruhe finden, und auch du wirst bei ihr Ruhe finden.
Seid beide gewiss, dass das Eheleben kein Schauplatz des Kräftemessens ist, sondern ein Ort der Vertrautheit, der Zuneigung und des gegenseitigen Trostes.
Betritt die Frau diesen Bund, um zu rivalisieren, betritt sie ihn letztlich, um zu verlieren.
Und betritt ihn der Mann, um zu überwältigen, betritt er ihn letztlich, um ihn zu zerstören.
📖 [ Übersetzt aus einem Schreiben einer meiner Lehrer aus Medinah "Shaikh Yusuf as Sa'di" حفظه الله ]
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