Manchmal bin ich Zeugin von verpassten Chancen. Von endlosen Schleifen. Von Stagnation. Von Leben, die kleiner bleiben, als sie sein könnten. Und manchmal komme ich damit an Grenzen.
Dann denke ich: Warum ist das denn jetzt so schwer? Warum gehen Menschen nicht diesen einen Schritt in ein Leben, das sich öffnet, freier wird, lebendiger, wahrer.
Denn ich habe immer wieder den Eindruck, dass da manchmal nur ein hauchdünner Schleier liegt.
Ein Gedanke. Eine Angst.
Eine Geschichte, die wir irgendwann begonnen haben zu glauben. Und trotzdem drehen wir im Kreis.
Wir alle haben blinde Flecken. Orte in uns, an denen wir das Vertraute mit dem Wahren verwechseln.
Und weil ich es bei anderen so klar sehe, ist eines meiner stillsten Gebete für mich selbst:
Lass mich sehen hinter den Schleier.
Zeige mir, was wahr ist.
Zeige mir, wo ich noch Illusion lebe.
Zeige mir den nächsten Schritt.
Gib mir den Mut, ihn zu gehen.
Und lasse mich Zeugin meiner selbst sein.
So sei es. 🙏
🌈💫🌹

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2June 5, 2026 828 2