CLARITY Act: Der Wind hat gedreht – aber das ist noch kein Sturm. Die… — Silke Schaefer | Über Geld und mehr — TG.ME

🤔 CLARITY Act: Der Wind hat gedreht – aber das ist noch kein Sturm. Die Sheriffs haben ihr Veto aufgegeben und sind auf neutral geschwenkt. Das räumt das letzte große reputationspolitische Risiko aus dem Weg, auch wenn Neutralität bekanntermaßen kein grünes, sondern eher ein gelbes Licht ist. Bisher hatten Fachbehörden vor Regelungslücken bei der Geldwäschebekämpfung gewarnt – doch nun lässt der Druck nach. Trump heizt die Debatte zusätzlich an, indem er den Senat öffentlich zur Eile antreibt. Der Stichtag ist der 15. September. Dann geht es um die Verfahrensfrage. Und hier ist die Arithmetik gnadenlos: 60 Stimmen sind nötig. Ohne Unterstützung aus den Reihen der Demokraten wird das Vorhaben scheitern. Viele erhoffen sich ein Wunder und einen kräftigen bullischen Impuls. Aber ich rate, zwei Dinge nicht zu vermischen: Der aktuelle Fortschritt – das ist eine gute Nachricht für Spekulanten. Die finale Verabschiedung – das ist ein Fundamentalwandel für Großinvestoren. Sollte das Gesetz kommen, bringt es endlich die langersehnte Klarheit. Aber es ist kein Garant für einen sofortigen Kursanstieg. Vielmehr öffnet es den Korridor für ein behutsames Hereingleiten von Großkapital. Unterm Strich: Die Stimmung ist positiv, aber Euphorie wäre verfrüht. Die politischen Verwicklungen im Senat könnten noch für eine Überraschung sorgen. Wir bleiben im Beobachtungsmodus – mit Blick auf die Abstimmung.

September 5, 2026 712