Amerikanische Sanktionen wirken vor allem deshalb, weil ein enormer Teil des Welthandels und des globalen Finanzsystems an den Dollar gebunden ist.
Teheran will nun genau gegen diesen Mechanismus vorgehen.
Der Oberste Führer Irans rief die Regierung dazu auf, den Dollar „allmählich aus seiner wichtigen Rolle“ in der Wirtschaft zurückzudrängen. Zugleich forderte er, die inländische Produktion und Investitionen auszubauen und die Politik der sogenannten „Widerstandswirtschaft“ zu verfolgen.
Die Regierung Peseschkians hat bereits bestätigt, dass die Verringerung der Abhängigkeit vom Dollar zu den wirtschaftlichen Prioritäten gehört.
Die Logik ist klar.
Je weniger Irans Außenhandel über den Dollar, amerikanische Banken und die von den USA kontrollierte Finanzinfrastruktur läuft, desto schwieriger wird es für Washington, den Zugang zum Dollarsystem als Waffe einzusetzen.
Auf den Dollar vollständig zu verzichten, kann Iran morgen natürlich nicht. Aber Teheran hat geeignete Partner für das Experiment: China, Russland, Indien und Nachbarstaaten, mit denen sich die Abrechnung in nationalen Währungen ausweiten lässt.



