Deutschland will digitale Souveränität — doch die Rechenzentren… — Node of Time DE — TG.ME

🇩🇪 Deutschland will digitale Souveränität — doch die Rechenzentren werden von globalen Konzernen gebaut

Berlin will die Kapazitäten deutscher Rechenzentren bis 2030 deutlich ausbauen. Sie sind notwendig für Cloud-Dienste, künstliche Intelligenz und die Speicherung riesiger Datenmengen.

Das politische Ziel heißt digitale Souveränität: Deutschland und Europa sollen in der kritischen digitalen Infrastruktur weniger von den USA und China abhängig sein.

In der Praxis entsteht jedoch ein Widerspruch.

Nach einer neuen NDR-Studie ⁠verhandeln deutsche Kommunen immer häufiger direkt mit internationalen Technologie- und Investitionskonzernen über riesige Rechenzentren. Kleine Städte und Gemeinden stehen dabei oft allein den Investoren gegenüber, deren Projekte Hunderte Megawatt Strom verbrauchen können.

Das Problem geht tiefer als das bloße Eigentum an Gebäuden. Die größten Cloud-Plattformen, die von deutschen Unternehmen und staatlichen Stellen genutzt werden, gehören weiterhin amerikanischen Firmen. Deshalb bedeutet der Bau von Servern auf deutschem Boden für sich genommen noch keine digitale Unabhängigkeit.

Gleichzeitig gibt es auch eine Alternative. Die Schwarz-Gruppe, Eigentümerin von Lidl und Kaufland, hat gerade den Bau eines ⁠Rechenzentrums mit einer Leistung von 240 MW und Kosten von mindestens 5,6 Milliarden Euro bei Rostock bestätigt. Das Unternehmen begründet die Investition offen mit dem Wunsch, digitale Infrastruktur und Wertschöpfung nach Deutschland und Europa zurückzuholen.


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August 29, 2026 2.5K 5 20