Linkes „Widersetzen“ will den Marsch für das Leben sabotieren
Am Wochenende gehen Lebensschützer und Abtreibungsgegner in Berlin auf die Straße.
Die linksextreme Gruppe „Widersetzen“ kündigt Störaktionen an und mobilisiert zu Blockaden.
BERLIN. Die Berliner Ortsgruppe des linken Bündnisses „Widersetzen“ hat sich einer Kampagne zur Sabotage des „Marsches für das Leben“ angeschlossen. Sie ist nach eigenen Angaben Teil des queer-feministischen Bündnisses „What the Fuck“, das seine Anhänger bereits zwei Stunden vor Beginn der Lebensschutzkundgebung auf den Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof bestellt.
„Am 19. September ist es wieder soweit: Fundis marschieren durch Berlin und wir sabotieren“, kündigte „What the Fuck“ an.
„Widersetzen Berlin“ wirft den Lebensschützern „Queerfeindlichkeit“, die Einschränkung freier Entscheidungen über Schwangerschaftsabbrüche und die Verteidigung des Familienbildes aus Vater, Mutter und Kind vor.
Das Gegenbündnis hat eine Aktionskarte mit der angemeldeten Route, dem Ort der Gegenkundgebung und der Telefonnummer eines sogenannten Ermittlungsausschusses veröffentlicht. Dieser soll linken Aktivisten bei Festnahmen und anderen Polizeimaßnahmen helfen. Zudem werden die Teilnehmer darauf hingewiesen, dass sich die Laufrichtung der Demonstration kurzfristig ändern könne.
Bischöfe gehen mit den Lebensschützern auf die Straße
Konkrete Störaktionen nennt der Aufruf nicht. „Widersetzen“ setzt jedoch nach eigener Darstellung auf „massenhaften zivilen Ungehorsam“ und organisiert regelmäßig Blockaden gegen die AfD und andere politische Gegner. Schon im vergangenen Jahr versuchten Gegendemonstranten mehrmals, den Berliner Marsch für das Leben zu stoppen. Die Polizei räumte die Blockaden. Auch in Köln mussten Einsatzkräfte linke Störer von den Teilnehmern der Lebensschutzdemonstration fernhalten.
Die diesjährigen Märsche beginnen am Samstag um 13 Uhr auf dem Washingtonplatz in Berlin und dem Neumarkt in Köln. Der Bundesverband Lebensrecht, der die Kundgebungen veranstaltet, erwartet das Ende gegen 16.30 Uhr.
Die nach Angaben des Verbandes größte deutsche Lebensschutzveranstaltung richtet den Blick auf Menschen, die ihre Rechte nicht selbst verteidigen können. Dazu gehören ungeborene Kinder ebenso wie Kranke, Behinderte und Sterbende.
Zugleich wirbt der Verband für konkrete Hilfen für Frauen und Familien in Schwangerschaftskonflikten und wendet sich gegen Abtreibung, Euthanasie, assistierten Suizid und Leihmutterschaft. Rückhalt erhalten die Teilnehmer aus der katholischen Kirche.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, erklärte in einem Grußwort vorab, die Veranstaltung erinnere daran, menschliches Leben „in allen seinen Phasen zu achten, zu schützen und zu fördern“.
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