Menschenjagd-Safari
📍Freitag Abflug, Samstag Menschenjagd, Sonntag zurück
Während des Krieges in Bosnien und Herzegowina (1992–1995) zahlten wohlhabende Ausländer aus westlichen Ländern enorme Summen, um eine spezielle Form der »Jagd« zu praktizieren: Am Wochenende fuhren sie in das Kriegsgebiet und schossen an der Seite der bosnisch-serbischen Armee von den Hügeln rund um Sarajevo auf wehrlose Menschen in der Stadt.
Die erschütternde Organisation der »Wochenend-Safaris«
Anhand der in diesem Buch versammelten Zeugenaussagen wird rekonstruiert, wie diese »Safaris« abliefen, wie sie organisiert und seitens der »Kunden« bezahlt wurden. Unter anderem stellt sich heraus, dass die von den »Jägern« am liebsten anvisierten (und teuersten!) Ziele Kinder waren.
Besonders verstörend: Die Reisen sollen minutiös organisiert gewesen sein: Abflug am Freitag, Transport über Belgrad in das Kriegsgebiet, Menschenjagd am Samstag und Rückkehr am Sonntag – möglicherweise noch rechtzeitig zum Abendessen mit der Familie.
Hinweise auf ein internationales Netzwerk und ein Geschäftsmodell des Grauens
Nach Aussagen eines Informanten soll eine Mailänder Agentur mit internationalen Sicherheits- und Söldnerstrukturen verbunden gewesen sein. Auch Belgien und Großbritannien werden als Knotenpunkte genannt. Das Buch verfolgt mögliche Verbindungen zum organisierten Verbrechen, zu Schwarzgeldströmen und diversen illegalen Geschäften.
➡️ Link zum Buch
Forwarded fromKOPP Report

September 3, 2026 2.5K 9