Du legst dich abends ins Bett und willst zur Ruhe kommen. Kaum ist das Licht aus und der Körper entspannt sich, scheint das Herz plötzlich hart gegen den Brustkorb zu schlagen. Du bist schlagartig wieder hellwach.
Die erste Reaktion ist Verunsicherung. Du liegst im Dunkeln, horchst in dich hinein und deutest das Pochen als Warnsignal. Genau dieser Schreck schüttet Stresshormone aus und treibt den Puls erst recht in die Höhe.
Ich kenne dieses Phänomen aus eigener Erfahrung. Mein Kardiologe fand damals bei gründlicher Untersuchung nichts, das Herz war vollkommen gesund. Weg war das Klopfen im Bett trotzdem nicht.
Geholfen hat mir erst die physiologische Erklärung, warum das immer nur abends im Bett passiert – und tagsüber nie.
Die Ursache ist eine einfache Täuschung: Dein Herz schlägt abends überhaupt nicht lauter. In der Stille ist es nur das Einzige, was noch zu hören ist.

