Selbstzerstörung ist die universelle Sprache einer zerbrochenen Welt.
Es gibt keinen Unterschied zwischen der „psychischen Erkrankung“ des Einzelnen und den „kulturellen Riten“ der Völker.
Wir nennen es in unserer modernen Welt „Borderline“, „Anorexie“ oder „Sucht“, wenn ein Mensch sich zerstört.
Wir nennen es „Ethnologie“ oder „Religionsausübung“, wenn ein Stamm sich Zähne ausschlägt oder sich den Körper ritzt.
Beides ist derselbe verzweifelte Überlebensmechanismus nach einer Katastrophe.
Ob wir in der U-Bahn sitzen und die Narben eines Borderliners sehen oder Bilder von indigenen Völkern mit rituellen Verstümmelungen betrachten.
Wir sehen immer dasselbe: Menschen, die versuchen, mit ihrem Körper das zu beherrschen, was ihr Geist nicht mehr aushält.
Die „medizinischen Bullshit - Erklärungen“ ,wie der Schutz gegen Tetanus, sind nur Lügen, mit denen wir uns selbst belügen, um nicht zuzugeben, dass der Mensch nach einer Katastrophe dazu neigt,
sich selbst als das letzte Opfer zu opfern.
Der Mensch ist kein unbeschriebenes Blatt, sondern ein lebendes Archiv des Zusammenbruchs.
Wir tragen das Ende der Welt buchstäblich in jeder Zelle in uns, und unsere Selbstzerstörung ist das Echo dieser uralten Katastrophe.
Amen.
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Habt noch einen guten Tag.
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Forwarded fromMotzkanal
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