In „unserer Demokratie“ ist der Souverän nicht der Souverän
Die Corona-Jahre haben tiefe Wunden hinterlassen. Familien und Freundschaften zerbrachen, Vertrauen in Politik, Institutionen und Experten wurde nachhaltig zerstört. Der Staat griff so tief in Alltag, Körper und Grundrechte ein, wie es viele zuvor für undenkbar gehalten hatten. Kritik wurde nicht widerlegt, sondern moralisch vernichtet.
Heute spüren viele Bürger, dass die Politik nicht für sie handelt, sondern nach anderen Maßstäben. Der Souverän fühlt sich eher als Zahlsklave und unmündiges Kind denn als eigentlicher Herrscher. Die damalige Zeit hat gezeigt, wie dünn die demokratische Substanz werden kann – und dass Widerstand möglich war.
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September 8, 2026 12.5K 92