Kuba wirft den USA einen „Krieg ohne Bomben“ vor
Kubas ranghöchste Diplomatin in den Vereinigten Staaten, Lianys Torres Rivera, bezeichnet das von der Trump-Regierung verschärfte Öl-Embargo als „Krieg ohne Bomben“ und „kollektive Bestrafung“. Seit dem US-Angriff auf Venezuela Anfang 2026 sind die traditionellen Öllieferungen aus Caracas abgeschnitten, und auch Mexiko wurde unter Druck gesetzt, seine Exporte einzustellen. In 200 Tagen habe die Insel nur eine einzige Treibstofflieferung erhalten.
Die Folgen treffen vor allem das Gesundheitssystem hart. Über 100.000 Menschen warten auf Operationen, Tausende Dialysepatienten sind von stundenlangen Stromausfällen betroffen. Die Überlebensrate krebskranker Kinder ist gesunken, die Säuglingssterblichkeit gestiegen. Gleichzeitig hat Washington seine Geheimdienstaktivitäten auf der Insel ausgeweitet – ähnlich wie vor der Venezuela-Operation.
Torres Rivera betont, Kuba sei keine Bedrohung für die USA und wünsche eine Beziehung auf Augenhöhe. Die Insel bereite sich defensiv vor, wolle aber keinen Krieg.
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September 5, 2026 6.7K 29