Jahrelang geschlafen: Berlin entdeckt chinesische Autos als Datensammler
Die Bundesregierung prüft inzwischen die Sicherheitsrisiken vernetzter Fahrzeuge und arbeitet an einer nationalen Risikoanalyse. Moderne Autos mit Kameras, Mikrofonen, GPS und permanenten Datenverbindungen gelten längst als rollende Sensorplattformen. Konkrete Spionagefälle seien bislang nicht bekannt, heißt es aus dem Innenministerium.
Die Erkenntnis kommt spät. Das BSI warnt seit Jahren vor den Datenmengen, die solche Fahrzeuge erfassen und übertragen können. China selbst behandelt Fahrzeugdaten seit 2021 als Sicherheitsfrage: sensible Informationen müssen im Land bleiben, Auslandsübertragungen sind beschränkt. Auch Polen hat chinesische Fahrzeuge bereits Anfang 2026 von Militärbereichen ferngehalten.
Während Berlin analysiert, schützt Peking seine eigenen Anlagen konsequent vor vernetzten Autos. Die Ironie ist kaum zu übersehen.
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September 1, 2026 7.4K 69