Corona-Schulden: Deutschland drohen bis zu 154 Milliarden Euro
Die Corona-Krise ist vorbei, doch die Rechnung kommt erst noch. Während der Pandemie hatte die EU erstmals in großem Stil gemeinsame Schulden aufgenommen und 750 Milliarden Euro für den Wiederaufbau bereitgestellt. Deutschland zählt dabei zu den größten Nettozahlern.
Jetzt beginnt die teure Rückzahlungsphase. Allein für die Zuschüsse aus dem Corona-Wiederaufbaufonds werden zwischen 2028 und 2034 voraussichtlich 140 bis 168 Milliarden Euro für Zinsen und Tilgung fällig. Bis 2058 könnten die Gesamtkosten auf 649 bis 681 Milliarden Euro steigen.
Da Deutschland rund 22,6 Prozent des EU-Haushalts trägt, könnten auf die deutschen Steuerzahler bis 2058 bis zu 154 Milliarden Euro entfallen – rechnerisch mehr als fünf Milliarden Euro pro Jahr. Schon die Zinsen sind deutlich teurer geworden als ursprünglich geplant.
September 5, 2026 1