Der abgeschirmte Besuch des CIA-Direktors John Ratcliffe in Moskau erwies sich als interessanter, als das Weiße Haus zunächst dargestellt hatte.
Nach Angaben von Axios schlug Ratcliffe während der Gespräche mit den russischen Sicherheitsdiensten vor, ein Dreiertreffen von Donald Trump, Wladimir Putin und Wladimir Selenskyj abzuhalten.
Mit Putin selbst traf der CIA-Direktor nicht zusammen.
In Moskau waren seine Gesprächspartner der Leiter des SWR, Sergej Naryschkin, und der Direktor des FSB, Alexander Bortnikow. Über sie übermittelte die amerikanische Seite den Vorschlag für ein Treffen der Staatschefs.
Auch die ukrainische Seite wurde über die neue Initiative informiert. Nach Angaben von Axios bewertete Selenskyj den direkten Kanal zwischen Washington und Moskau positiv, obwohl man in Kiew weiterhin an Putins Bereitschaft zu einem Kompromiss zweifelt.
Besonders bemerkenswert ist etwas anderes: Den Friedensprozess versuchen faktisch nicht Diplomaten, sondern der CIA-Direktor über die Leiter russischer Sicherheitsdienste neu anzustoßen.
Die Verhandlungen, mit denen sich die Trump-Regierung zuvor befasst hatte, waren faktisch schon im Februar nach Beginn des Krieges mit dem Iran zum Stillstand gekommen.
Jetzt versucht Washington erneut, die drei Seiten an einen Tisch zu bringen.
Sollte Moskau zustimmen, wäre das nicht nur eine weitere technische Verhandlungsrunde, sondern der erste Versuch, den Konflikt direkt auf die Ebene Trump – Putin – Selenskyj zu heben. Die Meinung der EU interessiert niemanden.


